Wer täglich mit ERPNext arbeitet, kennt die kleinen Reibungspunkte, die auf Dauer eine große Wirkung entfalten. Einer der hartnäckigsten war für mich die Trägheit der Link-Felder. Jedes Mal, wenn man einen Datensatz verknüpfen wollte, zwang einen das System in eine kurze, aber irritierende Wartepause.
Diese Verzögerung von rund 500 Millisekunden war technisch begründet, um den Server bei Suchanfragen zu entlasten, doch sie fühlte sich in der Praxis wie eine unnötige Bremse an. Es war ein Problem, das mich schon seit meinen ersten Schritten in der ERPNext-Welt begleitete, damals jedoch noch ein Stück hinter meinem technischen Horizont lag.
Über mehrere Jahre hinweg habe ich versucht, über private Bountys und direkte Anfragen bei den Maintainern eine Lösung anzustoßen - leider ohne Erfolg. Ende 2025 verfügte ich schließlich über die nötige Erfahrung, um diese Herausforderung selbst anzugehen. Es ging darum, einen Kompromiss zu finden, der die Serverressourcen schont, ohne die Geduld der Nutzer auf die Probe zu stellen.
Die von mir entwickelte Lösung nutzt einen hybriden Ansatz: Das Drop-Down öffnet sich beim ersten Klick ohne Verzögerung, was dem Nutzer eine unmittelbare Rückmeldung gibt. Erst wenn der Nutzer beginnt zu tippen, wird eine minimale Verzögerung aktiv, um die Anzahl der Serveranfragen zu reduzieren. Um die Geschwindigkeit weiter zu maximieren, werden die Ergebnisse beim ersten Abruf aus der Datenbank effizient im lokalen Browser-Cache zwischengespeichert. Dadurch erscheinen die Vorschläge bei wiederholten Klicks blitzschnell und ohne erneute Serverlast.
Diese Optimierung spart nun hunderttausenden ERPNext-Nutzern weltweit jeden Tag wertvolle Sekunden. Es ist ein großartiges Gefühl, ein Problem gelöst zu haben, das mich so lange begleitet hat, und gleichzeitig einen Beitrag zu leisten, von dem die gesamte globale Community profitiert.